Gründung
Hat man während eines Schwarmfluges eine Königin (Gyne) gefunden oder sich eine angeschafft, beginnt die wohl spannendste Phase der Ameisenhaltung:
Die Gründung einer neuen Kolonie.
Unter Gründung versteht man die Zeit, in der eine Königin ihre ersten Arbeiterinnen aufzieht und damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Kolonie legt.
Die ersten Arbeiterinnen sind häufig kleiner als spätere Generationen und besitzen meist eine geringere Lebenserwartung.
Das geschieht um anfänglich Reserven zu sparen.
Diese Erstlingsarbeiterinnen werden als Pygmäen bezeichnet.
Damit eine erfolgreiche Gründung möglich ist, ist die Bestimmung der Art besonders wichtig, denn verschiedene Ameisenarten nutzen unterschiedliche Strategien zur Koloniegründung.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:
- Claustrale Gründung
- Semiclaustrale Gründung
- Parasitäre Gründung
Zusätzlich dazu gibt es die Pleometrose.
Unabhängig von der Gründungsform gilt jedoch immer:
Ruhe, Sicherheit und möglichst wenig Störungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Gründung.
Claustrale Gründung
Die claustrale Gründung ist die häufigste und für Ameisenhalter meist einfachste Form der Koloniegründung.
Hier zieht die Königin ihre ersten Arbeiterinnen vollständig aus den körpereigenen Reserven auf.
Nach erfolgreicher Begattung wirft die Königin häufig ihre Flügel ab.
Die nicht mehr benötigte Flugmuskulatur wird anschließend teilweise abgebaut und dient als zusätzliche Energiequelle.
Je nach Art und Temperatur dauert dieser Prozess mehrere Wochen bis Monate.
Während dieser Zeit verlässt die Königin ihr Nest normalerweise nicht mehr.
Semiclaustrale Gründung
Bei der semiclaustralen Gründung reichen die Energiereserven der Königin nicht aus, um die erste Brut vollständig alleine aufzuziehen.
Die Königin verlässt daher regelmäßig ihr Nest, um Nahrung aufzunehmen.
Diese Gründungsform stellt höhere Anforderungen an die Königin, da sie gleichzeitig Brut pflegen und Nahrung beschaffen muss.
Dadurch ist die frühe Gründungsphase häufig empfindlicher gegenüber Störungen oder ungünstigen Bedingungen.
Ansonsten verläuft alles wie bei der claustralen Gründung.
Parasitäre Gründung
Die parasitäre Gründung zählt als die komplexeste Gründungsform.
Hier gründet die Königin ihre Kolonie nicht alleine, sondern nutzt eine bestehende Wirtskolonie einer anderen Ameisenart.
Nach dem Schwarmflug sucht die Königin ein geeignetes Wirtsnest auf und versucht, den Geruch der Wirtskolonie anzunehmen.
Gelingt dies, wird sie von den Wirtsarbeiterinnen akzeptiert.
Je nach Art verdrängt oder tötet die parasitär gründende Königin anschließend die ursprüngliche Wirtskönigin.
Die vorhandenen Wirtsarbeiterinnen übernehmen nun die Aufzucht der ersten Brut.
Mit der Zeit sterben die Wirtsarbeiterinnen nach und nach ab, bis schließlich nur noch Arbeiterinnen der neuen Königin vorhanden sind.
Gründung in Pleometrose
Pleometrose ist streng genommen keine eigene Gründungsform.
Der Begriff beschreibt lediglich, dass mehrere Königinnen gemeinsam eine neue Kolonie gründen.
Dies kann grundsätzlich sowohl bei claustraler als auch bei anderen Gründungsformen vorkommen.
Der Vorteil einer gemeinsamen Gründung liegt meist in einem schnelleren Wachstum der Kolonie während der Anfangsphase.
In einigen Fällen bleibt langfristig jedoch nur eine Königin dauerhaft bestehen.
Hat man während eines Schwarmfluges eine Königin (Gyne) gefunden oder sich eine angeschafft, beginnt die wohl spannendste Phase der Ameisenhaltung: Die Gründung einer neuen Kolonie.
Unter Gründung versteht man die Zeit, in der eine Königin ihre ersten Arbeiterinnen aufzieht und damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Kolonie legt.
Die ersten Arbeiterinnen sind häufig kleiner als spätere Generationen und besitzen meist eine geringere Lebenserwartung. Das geschieht um anfänglich Reserven zu sparen. Diese Erstlingsarbeiterinnen werden als Pygmäen bezeichnet.
Damit eine erfolgreiche Gründung möglich ist, ist die Bestimmung der Art besonders wichtig, denn verschiedene Ameisenarten nutzen unterschiedliche Strategien zur Koloniegründung.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:
- Claustrale Gründung
- Semiclaustrale Gründung
- Parasitäre Gründung
Zusätzlich dazu gibt es die Pleometrose.
Unabhängig von der Gründungsform gilt jedoch immer: Ruhe, Sicherheit und möglichst wenig Störungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Gründung.
Claustrale Gründung
Die claustrale Gründung ist die häufigste und für Ameisenhalter meist einfachste Form der Koloniegründung. Hier zieht die Königin ihre ersten Arbeiterinnen vollständig aus den körpereigenen Reserven auf.
Nach erfolgreicher Begattung wirft die Königin häufig ihre Flügel ab. Die nicht mehr benötigte Flugmuskulatur wird anschließend teilweise abgebaut und dient als zusätzliche Energiequelle.
Je nach Art und Temperatur dauert dieser Prozess mehrere Wochen bis Monate. Während dieser Zeit verlässt die Königin ihr Nest normalerweise nicht mehr.
Semiclaustrale Gründung
Bei der semiclaustralen Gründung reichen die Energiereserven der Königin nicht aus, um die erste Brut vollständig alleine aufzuziehen. Die Königin verlässt daher regelmäßig ihr Nest, um Nahrung aufzunehmen.
Diese Gründungsform stellt höhere Anforderungen an die Königin, da sie gleichzeitig Brut pflegen und Nahrung beschaffen muss. Dadurch ist die frühe Gründungsphase häufig empfindlicher gegenüber Störungen oder ungünstigen Bedingungen.
Ansonsten verläuft alles wie bei der claustralen Gründung.
Parasitäre Gründung
Die parasitäre Gründung zählt als die komplexeste Gründungsform. Hier gründet die Königin ihre Kolonie nicht alleine, sondern nutzt eine bestehende Wirtskolonie einer anderen Ameisenart.
Nach dem Schwarmflug sucht die Königin ein geeignetes Wirtsnest auf und versucht, den Geruch der Wirtskolonie anzunehmen. Gelingt dies, wird sie von den Wirtsarbeiterinnen akzeptiert.
Je nach Art verdrängt oder tötet die parasitär gründende Königin anschließend die ursprüngliche Wirtskönigin. Die vorhandenen Wirtsarbeiterinnen übernehmen nun die Aufzucht der ersten Brut.
Mit der Zeit sterben die Wirtsarbeiterinnen nach und nach ab, bis schließlich nur noch Arbeiterinnen der neuen Königin vorhanden sind.
Gründung in Pleometrose
Pleometrose ist streng genommen keine eigene Gründungsform. Der Begriff beschreibt lediglich, dass mehrere Königinnen gemeinsam eine neue Kolonie gründen.
Dies kann grundsätzlich sowohl bei claustraler als auch bei anderen Gründungsformen vorkommen. Der Vorteil einer gemeinsamen Gründung liegt meist in einem schnelleren Wachstum der Kolonie während der Anfangsphase.
In einigen Fällen bleibt langfristig jedoch nur eine Königin dauerhaft bestehen.