Entwicklung
Körperbau einer Ameise
Der Körper einer Ameise besteht typischerweise aus drei Hauptbereichen.
Caput (Kopf), Mesosoma (Mittelleib) und Gaster (Hinterleib).
Kopf (Caput)
Am Kopf befinden sich die wichtigsten Sinnes- und Werkzeugorgane der Ameise.
Dazu gehören:
- Mandibeln (Zangen) zum Tragen, Schneiden, Kämpfen oder Graben
- Fühler (Antennen) zur Orientierung sowie zur Wahrnehmung von Gerüchen und Kommunikation
- Komplexaugen zur optischen Wahrnehmung
Ein typisches Merkmal von Ameisen sind die deutlich geknickten Fühler.
Bei Männchen ist diese Knickung jedoch oft weniger stark ausgeprägt.
Königinnen (Gynen) und Männchen besitzen zusätzlich meist drei Punktaugen (Ocelli) auf der Stirn.
Diese helfen unter anderem bei der Orientierung während des Schwarmfluges.
Mesosoma (Mittelleib)
Am Mesosoma befinden sich:
- Sechs Beine
- Ansatzstellen der Flügel bei Königinnen und Männchen
- Atemöffnungen (Stigmen)
Besonders bei Königinnen ist dieser Bereich oft deutlich kräftiger ausgeprägt.
Der Grund dafür ist die starke Flugmuskulatur, welche für den Hochzeitsflug benötigt wird.
Bei claustral gründenden Arten ist das Mesosoma häufig nochmals stärker entwickelt, da die Flugmuskulatur nach dem Schwarmflug teilweise als Energiereserve für die erste Brut genutzt wird.
Gaster (Hinterleib)
In der Gaster befinden sich die inneren Organe sowie wichtige Strukturen zur Verteidigung.
Es befinden sich hier:
- Giftstachel oder Ameisensäuredrüse (je nach Art)
- Verdauungsorgane
- Fortpflanzungsorgane
Die genaue Ausprägung unterscheidet sich zwischen den einzelnen Ameisenarten teilweise deutlich.
Entwicklungsstadien
Jede Ameise durchläuft mehrere Entwicklungsstufen.
Der typische Entwicklungsablauf lautet:
Ei → Larve → Puppe → Imago
Die Dauer der einzelnen Stadien hängt stark von der Art sowie von Temperatur und Haltungsbedingungen ab.
Ei
Die Eier werden von der Königin gelegt.
Meist sind Ameiseneier weiß oder cremefarben, teilweise können jedoch auch leicht gelbliche oder gräuliche Farbtöne auftreten.
Ist eine Königin begattet, kann sie befruchtet Eier legen indem sie Spermien aus ihrem Reservior nutzt.
Unbegattet kann eine Königin nur unbefruchtete Eier legen.
Ist ein Ei befruchtet, entwickelt sich daraus ein Weibchen.
Dieses kann eine Arbeiterin, Soldatin oder Königin werden.
Unbefruchtete Eier entwickeln sich dagegen zu Männchen.
Die Königin kann dadurch steuern, wann und in welchem Umfang Männchen produziert werden.
Arbeiterinnen speicheln die Eier regelmäßig ein.
Dies dient zur Reinigung, Schutz vor Austrocknung und Zusammenhalten zu Eipaketen.
Durch Eipakete können die Eier leichter transportiert und gepflegt werden.
Die Entwicklungsdauer als Ei beträgt bei vielen Arten ungefähr ein bis drei Wochen.
Larve
Aus dem Ei schlüpft die Larve.
Sie ist zunächst nur wenig größer als das Ei selbst, wächst nun jedoch kontinuierlich heran.
Typisch für viele Ameisenlarven sind die meist leicht gekrümmte Körperform sowie die weitgehend unbewegliche Lebensweise.
Die Larven werden bei den meisten vollständig von den Arbeiterinnen versorgt.
Es gibt ein paar Arten, z.B. Aphaenogaster senilis, bei denen die Larven selbstständig fressen und nur an das Futter angelegt werden müssen.
Sie erhalten Nahrung, werden gereinigt und regelmäßig umgesetzt.
Wie intensiv eine Larve gefüttert wird, beeinflusst später ihre Entwicklung.
Besonders gut versorgte weibliche Larven können sich, abhängig von Art und biologischen Voraussetzungen, zu Jungköniginnen entwickeln.
Bei manchen Arten sind hierfür zusätzlich eine spezielle Kost oder Überwinterungszyklen notwendig.
Die Larvenphase dauert häufig ebenfalls etwa ein bis drei Wochen, kann aber artspezifisch deutlich länger ausfallen.
Puppe
Sobald die Larve ausreichend Nährstoffe aufgenommen hat, beginnt die Verpuppung.
Hier unterscheidet man zwischen Kokonpuppen und Nacktpuppen.
Während des Puppenstadiums benötigen die Tiere vergleichsweise wenig Pflege.
Die Arbeiterinnen transportieren die Puppen jedoch regelmäßig innerhalb des Nestes und lagern sie häufig an wärmeren Stellen, um die Entwicklung zu fördern.
Die Puppenphase dauert meist ebenfalls ein bis mehrere Wochen.
Kokonpuppe
Diese Larven spinnen zusätzlich einen schützenden Kokon aus Seide.
Am hinteren Ende des Kokons erkennt man häufig einen dunklen Punkt.
Dabei handelt es sich um den ausgeschiedenen Kotsack der Larve.
Nacktpuppe
Manche Arten verzichten auf einen Kokon.
Hier liegt die Puppe frei und erinnert bereits deutlich an die spätere Ameise.
Beine, Fühler und Körpersegmente sind bereits gut erkennbar.
Imago
Als Imago bezeichnet man das vollständig entwickelte Insekt nach dem Schlupf.
Eine Ameise wächst nach diesem Zeitpunkt nicht mehr weiter.
Lediglich der Chitinpanzer benötigt noch einige Stunden bis Tage, um vollständig auszuhärten.
Arbeiterinnen beginnen anschließend mit ihren Aufgaben innerhalb der Kolonie.
Jungköniginnen und Männchen verbleiben meist zunächst im Nest und werden dort bis zum nächsten Schwarmflug versorgt.
Lebenserwartung
Die Lebenserwartung von Ameisen unterscheidet sich je nach Kaste und Art teilweise erheblich.
Besonders Königinnen können erstaunlich alt werden und gehören zu den langlebigsten Insekten überhaupt.
Natürlich gibt es wie fast überall bei Ameisen Ausnahmen – manche Arten werden deutlich älter, andere bleiben darunter.
Temperatur, Ernährung und Haltungsbedingungen spielen zusätzlich eine wichtige Rolle.
Königin (Gyne)
Ameisenköniginnen können, je nach Art, 15 bis 30 Jahre und teilweise sogar noch länger leben.
Lasius niger Königinnen wurden in Haltung schon mit knapp 30 Jahren dokumentiert.
Die hohe Lebenserwartung ist möglich, da die Königin innerhalb der Kolonie geschützt lebt und sich hauptsächlich auf die Eiablage konzentriert.
Nicht jede Art erreicht jedoch solche Werte.
Kleinere Arten besitzen oft eine kürzere Lebenserwartung als große Arten.
Königinnen monogyner Arten liegen eher bei 30 Jahre, während Königinnen polygyner Arten eher bei 15 Jahre liegen
Arbeiterin
Arbeiterinnen leben deutlich kürzer.
Je nach Art, Kolonieaufgabe und Belastung beträgt die Lebenserwartung meist etwa 3 Monate bis 3 Jahre.
Besonders Arbeiterinnen, die viel außerhalb des Nestes unterwegs sind , leben oft kürzer als Tiere, die überwiegend Aufgaben innerhalb des Nestes übernehmen.
Soldatin
Bei Arten mit ausgeprägten Soldatenkasten ist die Lebenserwartung meist ähnlich oder leicht höher als bei normalen Arbeiterinnen.
Da Soldatinnen häufig stärker spezialisiert sind, unterscheiden sich die Werte zwischen den Arten teilweise deutlich.
Je nach Art sind ungefähr 1 bis 5 Jahre möglich.
Männchen
Männchen besitzen die mit Abstand kürzeste Lebenserwartung.
Ihre Hauptaufgabe besteht darin, sich während oder kurz nach dem Schwarmflug mit Jungköniginnen zu paaren.
Anschließend sterben sie meist innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Typische Lebenserwartungen liegen ungefähr bei wenigen Tagen bis einigen Monaten
Körperbau einer Ameise
Der Körper einer Ameise besteht typischerweise aus drei Hauptbereichen. Caput (Kopf), Mesosoma (Mittelleib) und Gaster (Hinterleib).
Kopf (Caput)
Am Kopf befinden sich die wichtigsten Sinnes- und Werkzeugorgane der Ameise.
Dazu gehören:
- Mandibeln (Zangen) zum Tragen, Schneiden, Kämpfen oder Graben
- Fühler (Antennen) zur Orientierung sowie zur Wahrnehmung von Gerüchen und Kommunikation
- Komplexaugen zur optischen Wahrnehmung
Ein typisches Merkmal von Ameisen sind die deutlich geknickten Fühler. Bei Männchen ist diese Knickung jedoch oft weniger stark ausgeprägt.
Königinnen (Gynen) und Männchen besitzen zusätzlich meist drei Punktaugen (Ocelli) auf der Stirn. Diese helfen unter anderem bei der Orientierung während des Schwarmfluges.
Mesosoma (Mittelleib)
Am Mesosoma befinden sich:
- Sechs Beine
- Ansatzstellen der Flügel bei Königinnen und Männchen
- Atemöffnungen (Stigmen)
Besonders bei Königinnen ist dieser Bereich oft deutlich kräftiger ausgeprägt. Der Grund dafür ist die starke Flugmuskulatur, welche für den Hochzeitsflug benötigt wird.
Bei claustral gründenden Arten ist das Mesosoma häufig nochmals stärker entwickelt, da die Flugmuskulatur nach dem Schwarmflug teilweise als Energiereserve für die erste Brut genutzt wird.
Gaster (Hinterleib)
In der Gaster befinden sich die inneren Organe sowie wichtige Strukturen zur Verteidigung.
Es befinden sich hier:
- Giftstachel oder Ameisensäuredrüse (je nach Art)
- Verdauungsorgane
- Fortpflanzungsorgane
Die genaue Ausprägung unterscheidet sich zwischen den einzelnen Ameisenarten teilweise deutlich.
Entwicklungsstadien
Jede Ameise durchläuft mehrere Entwicklungsstufen.
Der typische Entwicklungsablauf lautet:
Ei → Larve → Puppe → Imago
Die Dauer der einzelnen Stadien hängt stark von der Art sowie von Temperatur und Haltungsbedingungen ab.
Ei
Die Eier werden von der Königin gelegt. Meist sind Ameiseneier weiß oder cremefarben, teilweise können jedoch auch leicht gelbliche oder gräuliche Farbtöne auftreten.
Ist eine Königin begattet, kann sie befruchtet Eier legen indem sie Spermien aus ihrem Reservior nutzt. Unbegattet kann eine Königin nur unbefruchtete Eier legen.
Ist ein Ei befruchtet, entwickelt sich daraus ein Weibchen. Dieses kann eine Arbeiterin, Soldatin oder Königin werden.
Unbefruchtete Eier entwickeln sich dagegen zu Männchen. Die Königin kann dadurch steuern, wann und in welchem Umfang Männchen produziert werden.
Arbeiterinnen speicheln die Eier regelmäßig ein. Dies dient zur Reinigung, Schutz vor Austrocknung und Zusammenhalten zu Eipaketen. Durch Eipakete können die Eier leichter transportiert und gepflegt werden.
Die Entwicklungsdauer als Ei beträgt bei vielen Arten ungefähr ein bis drei Wochen.
Larve
Aus dem Ei schlüpft die Larve. Sie ist zunächst nur wenig größer als das Ei selbst, wächst nun jedoch kontinuierlich heran.
Typisch für viele Ameisenlarven sind die meist leicht gekrümmte Körperform sowie die weitgehend unbewegliche Lebensweise. Die Larven werden bei den meisten vollständig von den Arbeiterinnen versorgt. Es gibt ein paar Arten, z.B. Aphaenogaster senilis, bei denen die Larven selbstständig fressen und nur an das Futter angelegt werden müssen.
Sie erhalten Nahrung, werden gereinigt und regelmäßig umgesetzt. Wie intensiv eine Larve gefüttert wird, beeinflusst später ihre Entwicklung.
Besonders gut versorgte weibliche Larven können sich, abhängig von Art und biologischen Voraussetzungen, zu Jungköniginnen entwickeln. Bei manchen Arten sind hierfür zusätzlich eine spezielle Kost oder Überwinterungszyklen notwendig.
Die Larvenphase dauert häufig ebenfalls etwa ein bis drei Wochen, kann aber artspezifisch deutlich länger ausfallen.
Puppe
Sobald die Larve ausreichend Nährstoffe aufgenommen hat, beginnt die Verpuppung. Hier unterscheidet man zwischen Kokonpuppen und Nacktpuppen.
Während des Puppenstadiums benötigen die Tiere vergleichsweise wenig Pflege. Die Arbeiterinnen transportieren die Puppen jedoch regelmäßig innerhalb des Nestes und lagern sie häufig an wärmeren Stellen, um die Entwicklung zu fördern.
Die Puppenphase dauert meist ebenfalls ein bis mehrere Wochen.
Kokonpuppe
Diese Larven spinnen zusätzlich einen schützenden Kokon aus Seide.
Am hinteren Ende des Kokons erkennt man häufig einen dunklen Punkt. Dabei handelt es sich um den ausgeschiedenen Kotsack der Larve.
Nacktpuppe
Manche Arten verzichten auf einen Kokon.
Hier liegt die Puppe frei und erinnert bereits deutlich an die spätere Ameise. Beine, Fühler und Körpersegmente sind bereits gut erkennbar.
Imago
Als Imago bezeichnet man das vollständig entwickelte Insekt nach dem Schlupf.
Eine Ameise wächst nach diesem Zeitpunkt nicht mehr weiter. Lediglich der Chitinpanzer benötigt noch einige Stunden bis Tage, um vollständig auszuhärten.
Arbeiterinnen beginnen anschließend mit ihren Aufgaben innerhalb der Kolonie. Jungköniginnen und Männchen verbleiben meist zunächst im Nest und werden dort bis zum nächsten Schwarmflug versorgt.
Lebenserwartung
Die Lebenserwartung von Ameisen unterscheidet sich je nach Kaste und Art teilweise erheblich.
Besonders Königinnen können erstaunlich alt werden und gehören zu den langlebigsten Insekten überhaupt.
Natürlich gibt es wie fast überall bei Ameisen Ausnahmen – manche Arten werden deutlich älter, andere bleiben darunter. Temperatur, Ernährung und Haltungsbedingungen spielen zusätzlich eine wichtige Rolle.
Königin (Gyne)
Ameisenköniginnen können, je nach Art, 15 bis 30 Jahre und teilweise sogar noch länger leben. Lasius niger Königinnen wurden in Haltung schon mit knapp 30 Jahren dokumentiert.
Die hohe Lebenserwartung ist möglich, da die Königin innerhalb der Kolonie geschützt lebt und sich hauptsächlich auf die Eiablage konzentriert.
Nicht jede Art erreicht jedoch solche Werte. Kleinere Arten besitzen oft eine kürzere Lebenserwartung als große Arten.
Königinnen monogyner Arten liegen eher bei 30 Jahre, während Königinnen polygyner Arten eher bei 15 Jahre liegen
Arbeiterin
Arbeiterinnen leben deutlich kürzer.
Je nach Art, Kolonieaufgabe und Belastung beträgt die Lebenserwartung meist etwa 3 Monate bis 3 Jahre.
Besonders Arbeiterinnen, die viel außerhalb des Nestes unterwegs sind , leben oft kürzer als Tiere, die überwiegend Aufgaben innerhalb des Nestes übernehmen.
Soldatin
Bei Arten mit ausgeprägten Soldatenkasten ist die Lebenserwartung meist ähnlich oder leicht höher als bei normalen Arbeiterinnen. Da Soldatinnen häufig stärker spezialisiert sind, unterscheiden sich die Werte zwischen den Arten teilweise deutlich.
Je nach Art sind ungefähr 1 bis 5 Jahre möglich.
Männchen
Männchen besitzen die mit Abstand kürzeste Lebenserwartung.
Ihre Hauptaufgabe besteht darin, sich während oder kurz nach dem Schwarmflug mit Jungköniginnen zu paaren. Anschließend sterben sie meist innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Typische Lebenserwartungen liegen ungefähr bei wenigen Tagen bis einigen Monaten