Trichorhina tomentosa • Weiße Asseln
Ich züchte nebenbei weiße Asseln der Art Trichorhina tomentosa. Diese Asseln nutze ich in meinen Becken mit feuchtem Substrat als Bodenpolizei.
Sie übernehmen dabei eine wichtige Aufgabe im biologischen Gleichgewicht und helfen so dabei, Schimmelbildung zu reduzieren.
Weiße Asseln werden vor allem in feuchten, warmen Becken eingesetzt.
Lebende Pflanzen oder die Brut der Ameisen werden dabei nicht angegriffen. In den meisten Fällen werden sie von den Ameisen ignoriert, gelegentlich aber auch erbeutet.
Umso stärker der braune Streifen zu sehen ist, desto besser sind sie genährt.
Ich züchte sie in einem 60x30x30cm Glasbecken, welches vorher ein Aquarium war. Da sie nicht an Glas hochlaufen können, braucht man keinen Deckel oder sonstigen Ausbruchsschutz.
Gehalten werden sie in einem feuchten Substrat, meist Kokoshumus und Terrarienerde, teilweise mit Laub- und Holzanteil.
Wichtige Bedingungen sind eine hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturen ab ca. 24 °C für eine gute Vermehrung und ein dauerhaft feuchtes, aber nicht nasses Substrat. Bei zu trockenen Bedingungen sterben sie recht schnell ab, da sie ohne Feuchtigkeit nicht atmen können.
Als Futter dient im Prinzip alles, was im Becken als organisches Material anfällt. Futterreste, abgestorbene Pflanzen und Tiere, Schimmel und Biofilm. Zusätzlich nehmen sie auch Küchenreste oder andere organische Zusätze an.
UPDATE 1 • Juni 2017
Wie man auf dem Bild sieht vermehrt sich die niedliche Putzkolonne sehr gut im Formikarium meiner Oecophylla smaragdina.
Aus diesem Grunde brauche ich natürlich nicht mehr eine so große Zucht weißer Asseln. Daher habe ich beschlossen das große 60x30x30cm Becken in dem ich sie züchte gegen ein kleineres 30x20x20cm Becken zu tauschen. So nehmen sie weniger Platz weg und ich muss sie weniger beheizen.