Shelfordella lateralis • Schokoschaben
Nun zeige ich euch meine Futtertierzucht. Shelfordella lateralis, häufig auch als Red Runner, Tartarische Schabe oder Schokoschabe bezeichnet, gehört zu den beliebtesten Futterinsekten in der Terraristik. Die Art stammt ursprünglich aus trockenen und warmen Regionen Nordafrikas sowie West- und Zentralasiens und hat sich durch ihre unkomplizierte Haltung weltweit in der Terraristik etabliert.
Besonders geschätzt wird diese Art aufgrund ihrer hohen Vermehrungsrate, ihrer schnellen Entwicklung und ihres aktiven Verhaltens. Im Gegensatz zu manchen anderen Schabenarten graben sie sich nicht ein und können glatte Oberflächen nicht erklimmen, was die Haltung und Entnahme deutlich erleichtert.
Sie geben keine Laute von sich und ein Geruch ist bei vernünftiger Haltung kaum vorhanden.
Am besten vermehren sie sich bei 24-28°C. Als Futter eignet sich so ziemlich alles außer Zitrusfrüchte: Haferflocken, Trockenfutter für Hunde und Katzen, Bioabfall aus der Küche, kleine Fleischstücke, Jellys und vieles mehr.
Eine Wasserquelle muss natürlich auch vorhanden sein. Da Schokoschaben es sogar schaffen in kleinen Wassertropfen zu ertrinken muss eine Dochttränke her. Diese kann man kaufen oder z.B. aus einer Kunststoffdose und einem Faden selber bauen.
Um ihnen mehr Fläche zu bieten, kann man leere Eierkartons oder Papierrollen reinlegen.
Die Tiere zeigen einen deutlichen Größen- und Farbunterschied zwischen Männchen und Weibchen. Ausgewachsene Männchen wirken schlanker, besitzen voll entwickelte Flügel und zeigen häufig eine auffällige orange- bis rotbraune Färbung. Weibchen sind dagegen kräftiger gebaut, dunkler gefärbt und besitzen nur verkürzte Flügel. Fliegen können beide jedoch nicht. Adulte Tiere erreichen Größen von etwa 2 bis 3 Zentimetern.
UPDATE 1 • Mai 2026
Ich habe vor langer Zeit die Haltung der Schaben umgestellt. Dies macht die Zucht stabiler und weniger aufwändig.
Wie sich herausstellt, ist ein weniger steriles Setup praktischer. Sie haben nun einen Bodengrund aus Terrarienerde und Seramis. Dadurch gibt es eine höhere Feuchte, was den Schaben selbst und auch den Eierpaketen gut tut.
Im Boden leben weiße Asseln, welche Futterreste und verstorbene Schaden restlos verwerten. Auch Schimmel und Milben haben so keine Chance.
Statt Pappe nutze ich nun aufrecht stehende Holzbretter als Fläche. Das hat zum einen den Vorteil, dass sie ewig halten und zum anderen fallen Kot, leere Eierpakete und tote Schaben einfach auf dem Boden.
Ich habe hier eine 2m Terassendiele in acht 25cm Stücke geteilt. Dazu ein paar Edelstahlschrauben als Abstandshalter.
