Centrobolus splendidus • Rote Tausendfüßer
Hier mal weder Nutz- noch Futtertier für die Ameisenhaltung. Diese niedlichen Gesellen sind rote Tausendfüßer (Centrobolus splendidus).
Dieser Tausendfüßer gehört zu den wohl auffälligsten Arten in der Terraristik. Mit seiner kräftigen rot-orangefarbenen Färbung und den dunklen Segmentübergängen zieht er schnell alle Blicke auf sich. Kein Wunder also, dass diese Art bei vielen Wirbellosen-Fans besonders beliebt ist.
Ursprünglich stammt diese Art aus dem südlichen Afrika und lebt dort in feuchten Waldgebieten und bodennahen Bereichen mit viel Laub und abgestorbenem Pflanzenmaterial. Sie spielen in ihrem natürlichen Lebensraum eine wichtige Rolle als Aufräumtrupp der Natur, indem sie abgestorbene organische Materialien zersetzt.
Mit einer Körpergröße von etwa 6 bis 9 Zentimetern bleibt die Art vergleichsweise handlich und eignet sich dadurch auch gut für Einsteiger in die Tausendfüßerhaltung. Besonders schön zu beobachten ist das ruhige Verhalten der Tiere. Sie verbringen viel Zeit mit der Nahrungssuche, dem Klettern oder dem Erkunden ihrer Umgebung. Äste und Korkstücke werden gerne angenommen und sorgen für zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten.
Für die Haltung empfiehlt sich ein ausreichend hohes Substrat aus Laubhumus und weißfaulem Holz, da dieses gleichzeitig Lebensraum und wichtigste Nahrungsquelle darstellt. Ergänzend werden gelegentlich Gemüse oder proteinreiche Zusatzkost angeboten. Wie bei vielen Tausendfüßern gilt: Das eigentliche Hauptfutter befindet sich oft direkt im Bodengrund.
Auch optisch entwickeln sich die Tiere spannend. Jungtiere besitzen ihre kräftige Färbung häufig noch nicht vollständig. Die intensiven Rot- und Orangetöne bilden sich erst mit zunehmendem Wachstum aus. Die Jungtiere schlüpfen zunächst mit deutlich weniger Körpersegmenten und Beinpaaren als ausgewachsene Exemplare. Mit jeder Häutung wachsen die Tiere weiter und bilden zusätzliche Segmente aus. Ein faszinierender Prozess, der sich über viele Monate erstrecken kann.
